Saunieren-aber richtig

 Saunieren-aber richtig

«Jeder kann in die Sauna gehen, der in die Sauna gehen kann.»

Dr. med. M. O. Bruker (1909 – 2001)

Dieser Ausspruch stammt von Dr. med. M. O. Bruker (1909 – 2001). Als ganzheitlich denkender und arbeitender Arzt nahm die Naturheilkunde einen wesentlichen Platz in seinem Leben ein.

Wie wunderbar entspannend ein Saunabesuch sein kann ist vielen bekannt. Saunieren ist eine stoffwechselanregende Massnahme sowie ein gutes Herz- und Kreislauftraining. Ein wöchentlicher Saunabesuch ist ebenfalls zur Vorbeugung gegen Infekte bestens geeignet. Auch Menschen mit Krampfadern ist der Saunabesuch sehr zu empfehlen, da ein intensives Gefässtraining gerade auch mit diesem unschönen Übel sehr sinnvoll ist. In der vorbeugenden Massnahme liegt beim Saunieren der heilende und bessernde Effekt. Sauna ist weiterhin angezeigt:

  • zur Vorbeugung von so genannten Erkältungen
  •  bei den allgemein als «Kreislaufstörungen» bezeichneten Beschwerden
  •  bei zu hohem und niedrigem Blutdruck (natürlich auch bei normalem)
  • als Rehabilitationsmassnahme nach einem Herzinfarkt
  •  bei rheumatischen Erkrankungen
  • Gicht
  •  Störungen des vegetativen Nervensystems
  •  Hautausschlägen aller Art
  • Krampfadern

Saunabesuche sind NICHT angezeigt bei schweren Infekten oder chronischen schweren Krankheiten, die mit hochgradigen Erschöpfungszuständen einhergehen.

Ansonsten steht dem Saunabesuch nichts im Wege. 

  • Das Wesentliche der Sauna ist die Anwendung trockener Wärme. Nur weil sie extrem trocken ist, können Temperaturen bis zu 90° C und höher spielend ertragen werden.
  • Ein Dampfbad oder häufige Aufgüsse während des Saunagangs sind nicht zu empfehlen. Die Haut kann dann keinen Schweiss abgeben, weil die Luft bereits durch Dampf gesättigt ist. Es kommt zum Wärmestau und unangenehmen Belastungen des Kreislaufs.
  • In der trockenen Sauna wird Schweiss abgesondert, der durch die entstehende Verdunstungskälte längeren Aufenthalt ermöglicht, ohne den Kreislauf zu belasten.
  • Jeder regelt den Saunabesuch nach seinem persönlichen Empfinden und nicht nach vorgegebener Zeit und Verordnung oder dem Verhalten anderer Saunabesucher.
  • Das Duschen vor Betreten der Sauna sollte lediglich eine kurze Reinigung sein. Haut gut abtrocknen. 
  • Sauna nach Möglichkeit im Liegen benutzen, da der Körper im Sitzen nicht gleichen Temperaturen ausgesetzt ist. 
  • So lange bleiben, wie SIE es vertragen können. Vielleicht sind es 3 Minuten, vielleicht 10 Minuten. Auf eigenes Empfinden achten.
  • Haben Sie genug, setzen Sie sich einige Minuten aufrecht.
  • Nach dem Verlassen der Sauna erfolgt sofort der kalte Kneipp’sche Guss und/oder das Tauchbad. 
  • Winter: falls möglich, im Schnee wälzen
  • Nicht mehr als 2 Saunagänge durchführen, weil sonst die Anpassungsmöglichkeiten des Organismus überfordert werden.
  • Liegepausen zwischen den Saunagängen sind nicht empfehlenswert, obwohl es üblicherweise gemacht wird. Es besteht die Gefahr einer anschliessenden «Erkältung», da der Wärmeentzug beim Liegen wenig spürbar ist. Beide Saunagänge sind als einheitliche Massnahme anzusehen, denn ist die Pause dazwischen zu lang, fällt der neue Saunagang bereits in die beginnende Körperreaktion auf den ersten Gang. 

Die trockene Sauna entspricht der klassischen finnischen Methode. Zum Abschluss kann, wenn gewünscht, ein Aufguss vorgenommen werden. 

Quelle:                                                                                                                                                              
Bruker, M. O.
Dr., Gutjahr, Ilse: Naturheilkunde- Richtige und erfolgreiche Anwendung zu Hause